Die Erzeugung von Strom durch eine Biogasanlage ist besonders in Oberfranken ein beliebtes
Tätigkeitsfeld vieler Landwirte. Allein in Landkreis Bayreuth werden 44 solcher Anlagen betrieben. Dabei wird nun vermehrt auch die anfallende Abwärme genutzt, um beispielsweise
Hackschnitzel zu trocknen oder nah gelegene Gebäude mit Heizenergie zu versorgen. Dies wird auch in der Gemeinde Speichersdorf mit Erfolg praktiziert. Im Ortsteil Guttenthau entstand so gar
das erste Bioenergiedorf Oberfrankens, als die beiden Biogasanlagenbetreiber anboten, die Abwärme für die Heizung des Ortes zur Verfügung zu stellen (weitere Informationen zum Bioenergiedorf Guttenthau hier).
In der Gemeinde Speichersdorf werden insgesamt vier große Biogasanlagen betrieben. In
Guttenthau entstanden 2006 zwei Biogasanlagen mit Trockenfermentation (Rückert-Naturgas-Verfahren) zur Stromgewinnung und Wärmeversorgung in zwei Blockheizkraftwerken (580 kW
elektrische Energie, 675 kW thermische Leistung). Im Ortsteil Wirbenz steht ebenfalls eine, 2006 in Betrieb gegangene, Biogasanlage mit rund 500 kW Leistung. In Kirchenlaibach betreibt die
Familie Etterer eine Biogasanlage, die in ihrem ursprünglichen Zustand eine Leistung von 120 kW erbrachte, inzwischen jedoch erweitert wurde. Sie versorgt neben dem eigenen Hof auch
anliegende Gebäude mit Heizenergie.