INKAS+ – Eine Initiative für den Klimaschutz
Die private Initaitve INKAS+ hat es sich seit ihrer Gründung Anfang des Jahres 2008 zum Ziel gesetzt, Teilbereiche der Gemeinde Speichersdorf mittels
eines Nahwärmenetzes mit Wärmeenergie zu versorgen. Zur Energiegewinnung sollen ausschließlich regenerative Energieträger
wie Sonne, Hackschnitzel oder Biomasse herangezogen werden. Eine Schlüsselposition in diesem Energiemix nimmt für INKAS+ die Sonne ein, die - durch Einbindung eines Solarparks mit
Langzeitspeicherung - zu einem größtmöglichen Anteil in das Energiekonzept einfließen soll und damit ein Alleinstellungsmerkmal zu anderen Nahwärmeprojekten in der
Region bildet.
Vom Nachbarschafts- zum Großprojekt
Die Dimensionen des Projektes änderten sich im Laufe der Zeit. Angefangen von der Idee in der Nachbarschaft, über die Versorgung des Ortsteiles Altspeichersdorf, bis hin
zum jetzt angestrebten ersten Bauabschnitt, der über 220 Wohngebäude, sowie kommunale Einrichtungen (Rathaus, Schule, Dreifachturnhalle, Kindergarten, Feuerwehrhaus, Bauhof, …)
und die evangelische Kirche umfasst.
Bereits seit der Gründung der Initiative im Frühjahr 2008 wurden Kontakte geknüpft, Informationen eingeholt, eine ganze Reihe von Informationsfahrten und -veranstaltungen
organisiert und eine Internetplattform aufgebaut. Dies alles geschieht von der siebenköpfigen Führungsmannschaft ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Im Sommer 2009 wurde INKAS+ dafür
mit dem Umweltpreis der Sparkasse Oberpfalz Nord ausgezeichnet. Um die Arbeit zur Realisierung des Projektes zu professionalisieren wurde zudem im Sommer 2009 eine Gesellschaft des
bürgerlichen Rechts gegründet, die seitdem von der Bioenergieregion Bayreuth unterstützt wird.
Machbarkeitsstudie sondiert Möglichkeiten
Im November 2009 konnten die beiden renommierten Büros ZAE Bayern e.V. und ZREU Regensburg für die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie gewonnen werden. Die Studie, die
von der Gemeinde Speichersdorf nach einer Ausschreibung in Auftrag gegeben wurde und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie bezuschusst
wird, stützt sich dabei auf Daten, die INKAS+ Anfang 2009 von den betreffenden Hauseigentümern erhoben hat und Ende 2009 nochmals konkretisiert wurden. Die Studie hat durch
Überprüfung verschiedener Wärmeliefervarianten den ökologisch und wirtschaftlich sinnvollsten Energiemix herausgearbeitet. Auf Grundlage der Studie wird nun vom
Planungsbüro KEWOG Energie und Dienste aus Tirschenreuth eine Entwurfsplanung für das erste Versorgungsgebiet erstellt. Mit den Ergebnissen ist Mitte 2011 zu rechnen.
Die Machbarkeitsstudie kann im Rathaus der Gemeinde Speichersdorf eingesehen werden und wird auf Anfrage verschickt. Eine Zusammenfassung der Studie können Sie hier runterladen.
Bioenergie Speichersdorf GmbH & Co KG gegründet
Zur Umsetzung des zukunftsträchtigen Nahwärmeprojekts wurde durch den Gemeinderat der Gemeinde Speichersdorf eine eigene kommunale Wärmeliefergesellschaft mit dem
Namen Bioenergie Speichersdorf GmbH & Co KG gegründet. Die geschäftsführung hat die KEWOG Gruppe übernommen. Weitere Informationen zur Bioenergie Speichersdorf GmbH
& Co KG finden Sie demnächst auf diesen Seiten.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu INKAS+ finden Sie auf der
Homepage der Initiative. Ein Faltblatt steht zudem
hier zum Download bereit.