Der internationale Europan Wettbewerb E18 zum Thema „Re-Sourcing: Ressourcen neu denken“ ist entschieden. 252 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 19 Ländern reichten Arbeiten für die beiden deutschen Standorte Regensburg und Speichersdorf ein. Die internationale Jury vergab drei erste Preise, drei Anerkennungen und drei Lobende Erwähnungen.
Der Wettbewerb fand an allen europäischen Standorten zum Thema „Re-Sourcing: Ressourcen neu denken“ statt. Große und kleine Städte sind genauso wie urbane Landschaften damit konfrontiert, die gebaute Umwelt im Einklang mit natürlichen Prozessen zu entwickeln. Der Europan-18-Wettbewerb fordert junge Architekten und Planer in ganz Europa auf, neue Entwurfsstrategien zu erproben und mit ihnen Projekte zu entwerfen, die bestehende Ressourcen klug nutzen – anstatt auf Abriss und Neubau zu setzen. Drei Leitmotive bestimmen den E18-Wettbewerb: natürliche Elemente als Gestaltungspartner, neue Lebensweisen – andere Räume und bauen mit dem, was schon da ist.
Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung von Ideen für vernachlässigte, brachliegende, leere, stigmatisierte oder monofunktional genutzte Stadträume, welche diese wieder zu lebendigen, integrativen und durchmischten Stadträumen transformieren können.
Europaweit wurden an 47 Standorten in 12 Ländern 804 Projekte eingereicht. Deutschland war mit den Standorten Speichersdorf und Regensburg vertreten.
In lokalen Juries wurde unter Einbeziehung der Gemeinderatsfraktionen für jeden Standort eine „Engere Wahl“ festgelegt. In einer Nationalen Jury mit internationaler Besetzung unter dem Vorsitz von Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München, wurden im vergangenen Oktober die Preise festgelegt.
Für den Standort in Speichersdorf wurde ein tragfähiges Konzept zur behutsamen Umnutzung der bestehenden ortsbildprägenden Festhalle aus den 1960er Jahren gesucht. Daneben sollten für das Gemeindegebiet modellhafte Lösungen gefunden werden, die die Resilienz der Kommune gegenüber dem demografischen Wandel, den wirtschaftlichen Umbrüchen und den Auswirkungen des Klimawandels stärken.
Standort Speichersdorf
- Preis: Erholsame Produktivräume – Hikari Masuyama, Lorenz Junge, Justus Pleil
Anerkennung: IDEENWERK creative engine – Gregor Wastl, Josef Bader
Lobende Erwähnung: Zwischen Naschgarten und Streuobstwiese – Linus Hermann, Philipp Goertz, Olga Cobuscean
Am Freitag, 6.2.2026 findet um 16 Uhr eine öffentliche Vernissage aller eingereichten Arbeiten zum EUROPAN E18-Wettbewerb im „Wasserturm“, Danziger Straße 3, statt. Dann besteht auch die Gelegenheit mit den Preisträgern direkt ins Gespräch zu kommen und die Entwürfe sowie das ortsbildprägende Gebäude zu begutachten.
Weitere Informationen unter https://www.europan.de/wettbewerb-e18/standorte/e18-speichersdorf/

