Halle West als Haltestelle für die Jugend

Dem Gemeinderat lag in seiner Februarsitzung die Planung samt Bauantrag zur Umnutzung und energetischen Sanierung der ehemaligen Schulsporthalle, auch genannt Halle West, zur Entscheidung vor. Bürgermeister Christian Porsch stellte die Planung des Architekturbüros Hütten & Paläste aus Berlin dem Gremium vor. Das Gebäude aus den 1970er Jahren ist integraler Bestandteil des freiraumplanerischen Entwurfs rund um die Lebendige Ortsmitte und soll einer neuen Nutzung zugeführt werden, wie der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr einstimmig befand. Auch im ISEK sind Räume für Jugend als ein Kernprojekt vorgesehen. Die Umnutzung und energetische Sanierung der Halle West wird aus Mitteln der Städtebauförderung und der Fraktionsinitiative gefördert. Der Förderbescheid für den ersten Bauabschnitt liegt bereits vor. „Nach dem Willen der Kommune soll die Halle West zu einem Jugendtreff mit zahlreichen und möglichst flexiblen Nutzungsmöglichkeiten umgenutzt und energetisch saniert werden“, berichtete Porsch. Die in die Jahre gekommene Halle bleibt Großteils bestehen. Auch die Kubatur und der bauliche Charakter bleiben gleich. Bauliche Veränderungen werden im Bereich der Anbauten und in geringem Umfang an der Fassade vorgenommen.

Von Norden her erhält die Halle drei auch als Fluchtwege nutzbare Zugänge. Mittels einer neuen Rampe auf der Westseite kann das Gebäude barrierefrei betreten werden. Die gebäudetypische Glasbausteinfront an der Nordseite bleibt im unteren Sichtbereich erhalten. Zur Wärmedämmung wird eine Isolierglasfront davorgesetzt. Im westlichen Hallenteil wird der Lagerraum in eine kleine Küche umgebaut. Die anschließenden Toiletten werden als Unisexanlage mit gemeinsamem Vorraum ausgebildet und bleiben von außen für den gesamten Freibereich als öffentliches WC zugänglich. In einem Teilbereich der alten Umkleiden wird ein Technik- und Kreativraum eingerichtet. Die relativ neu sanierten Umkleiden und Duschen werden weiter als solche genutzt. Die Belüftung der Halle erfolgt über Fenster. Die innenliegenden Räume erhalten eine kleine Lüftungsanlage. Die in der XXL-Variante angedachte Empore wird aus Kostengründen nicht realisiert. Die Deckenheizung und der vorhandene Sportboden bleiben unverändert. Die Hallendecke erhält eine zusätzliche Dämmschicht. Die 287 Quadratmeter große Halle kann in drei Einzelbereiche zur getrennten Nutzung unterteilt werden. Auch Vereine können die Halle für eigene Zwecke nutzen. Der Zugangs- und Toilettenbereich wird gut beleuchtet, videoüberwacht und die Schließung zeitgesteuert. Zudem wird zunächst auf umsichtiges Nutzen der normalen Keramikausstattung gesetzt. Die Kosten der beiden Bauabschnitte betragen 220.559 und 739.663, die Gesamtkosten demnach 960.222 Euro. Die Gesamtmaßnahme wird mit insgesamt 80 Prozent vom Freistaat gefördert. Der Gemeinderat stimmte der Baumaßnahme und dem Bauantrag einstimmig zu. Die Förderung für den zweiten Bauabschnitt wurde bereits beantragt.