In den nächsten 2,5 Jahren investiert die Gemeinde 5,25 Millionen Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes. Alle Anwesen werden damit bis Ende 2028 mit schnellem Internet versorgt. Damit werden binnen der nächsten zweieinhalb Jahren auch die letzten Versorgungslücken in der Breitbandversorgung auf dem Gemeindegebiet geschlossen. Dieses ehrgeizige Ziel vereinbarte die Kommune mit der Telekom-Tochter Glasfaserplus mit dem geschlossenen Kooperationsvertrag. „Das ist ein großer Tag für unsere Gemeinde. Mit einem nicht alltäglichen Auftragsvolumen von 5,25 Millionen Euro wird die Versorgung mit schnellen Glasfaserleitungen für alle Ortsteile abgeschlossen“, erklärte Bürgermeister Christian Porsch bei der Vertragsunterzeichnung Mitte Februar im Rathaus unter Beisein des gemeindlichen Breitbandpaten Paul Dolata und Michael Langer von der Breitbandberatung Bayern.
Vertragsunterzeichner und Kommunalberater Glasfaser der Deutschen Telekom Richard Liedel berichtete, dass Glasfaserplus die Ausschreibung mit dem wirtschaftlichsten Angebot gewonnen hat und nun auch neben dem bereits laufenden eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes in großen Teilen von Speichersdorf und Kirchenlaibach auch den staatlich geförderten Ausbau des bisher unversorgten Gebietes und damit in allen Ortsteilen übernimmt. Aktuell sind in Bayern nur rund 23 Prozent der Anwesen mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet. Weitere 807 Adressen in der Gemeinde Speichersdorf erhalten mit der Vertragsunterzeichnung die Möglichkeit, schnelles Internet bis zu 1 GigaBit/Sekunde mittels bis ins Haus verlegter Glasfaserleitung zu nutzen. Porsch betonte, dass der Freistaat 30, der Bund 60 und die Gemeinde selbst 10 Prozent der 5,25 Millionen Baukosten übernimmt. Damit ist der kommunale Finanzanteil überschaubar und leistbar. „Unser gemeinsames Ziel ist es das Vorhaben mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für die Bürger abzuschließen. Dafür arbeiten wir alle eng zusammen“, erklärten Liedel und Langer.
Alle Gesprächspartner stellten deutlich heraus, dass alle Immobilien im Bereich des geförderten Ausbaugebietes kostenlos unabhängig von der Anzahl der Wohneinheiten einen Anschluss erhalten. Grundvoraussetzung dafür ist ein entsprechender Antrag durch den Eigentümer auf einen eigenen Hausanschluss. Um Gigabit-Geschwindigkeit zu erreichen ist ein Glasfasertarif nötig. Alle betroffenen Eigentümer werden postalisch über diese Möglichkeiten informiert oder können sich weitere Infos auf der Internetseite www.glasfaserplus.de/foerderung holen. Weitere Infos sind in den Telekom-Shops in Bayreuth, bei Telekom-Partnern wie Expert Jakob und NAVITEL in Bayreuth erhältlich. Die Gemeinde wird auch über die eigenen Informationsmedien über das Procedere informieren. Zudem werden per Hausbesuchen von Telekom-Mitarbeitern mit Ausweis über die Anschlussmöglichkeit informiert.
Porsch wies insbesondere darauf hin, dass nun die künftigen Nutzer aktiv werden müssen, um den kostenfreien Anschluss erstellt zu bekommen. Ein Tarifabschluss ist dabei keine Pflicht. Sollte diese einmalige Chance ungenutzt bleiben und erst nach dem Ausbauende ein Anschluss beantragt werden, betragen die Hausanschlusskosten 999 Euro.
Im Bereich des eigenwirtschaftlich finanzierten Ausbaugebietes ist der kostenlose Hausanschluss ebenfalls möglich, wenn ein Glasfaser-Tarif bei einem Telekommunikationsanbieter abgeschlossen wird. In diesem Fall setzt sich der Anbieter mit Glasfaserplus automatisch in Verbindung. In beiden Fällen braucht die Glasfaserplus eine Zustimmung des Eigentümers den Anschluss auf Privatgrund herstellen zu dürfen.

