Dorfplatz „Zur alten Schmiede“ lädt zum Verweilen ein
Freie Plätze im Dorfzentrum sind meist rar und schwer zu bekommen. In Göppmannsbühl am Berg war`s anders. Die Gemeinde hatte im Spätherbst 2021 das leerstehende Anwesen Am Berg 25 erworben. Geplant war nach Abbruch des Gebäudes auf der kleinen Grundstücksfläche einen Dorfplatz mit Ruhebereich einzurichten. Die Verkehrsverhältnisse sollten rund um das freizulegende Grundstück und das dahinter liegende Schloss verbessert werden. Dazu bereiteten die engen Zuwegungen bislang erhebliche Probleme für den Winterdienst und Müllfahrzeuge. Ziel der Entscheidung des Gemeinderates zum Bau war den Ortskern aufzuwerten und die Möglichkeit eines Treffs für Bürger und Gäste jeden Alters zu schaffen. Nach dreieinhalb Jahren Planung samt Bürgerbeteiligung war es nach Erhalt des Zuwendungsbescheides nach mehrfachen Antragstellungen so weit. Im Frühjahr 2026 wurde mit dem Bau begonnen. Ende Oktober trafen sich Bürgerschaft, Behörden- und Gemeindevertreter zur Einweihung des neuen „Dorfplatz zur alten Schmiede“. Denn gegenüber steht bis heute noch die alten Schmiede des Ortes. Bürgermeister Christian Porsch hieß dazu insbesondere Pfarrer Reinhard Forster, Landschaftsarchitektin Kathrin Nißlein, Joachim Block vom Amt für Ländliche Entwicklung, die Mitglieder des Gemeinderates und Vertreter der ausführenden Firma Bierschenk willkommen.
„Unser Ziel einen Rastplatz für Wanderer und Radfahrer mit Ziel Tauritzmühle und einen Ort der Begegnung der Bürger zu schaffen, haben wir nun erreicht. Dazu sind die Zufahrtsverhältnisse, Winterdienst und Erreichbarkeit für die Müllabfuhr verbessert worden. Die Chance auf die Historie des Ortes und des Schlosses hinzuweisen, haben wir mit einer Hinweistafel auch genutzt“, berichtete Porsch. Vorausgegangen war eine Anliegerbesprechung, in der die Details und der Bauablauf mit den Bürgern besprochen wurde.
Die Maßnahme kostete der Gemeinde 170.000 Euro. Das hangige Gelände wurde mit einer Mauer aus Fertigbetonteilen abgefangen und die obere Ortsstraße damit verbreitert. Steinblöcke laden auf dem gepflasterten Plazt zum Verweilen unter einer Pergola ein, die noch mit Wein berankt werden soll. Installiert wurde ein Stromanschluss für Veranstaltungen. Zudem erhielt der Dorfplatz den ersten öffentlichen Trinkwasserbrunnen, an dem sich Besucher kostenlos mit frischem Wasser versorgen können. Er funktioniert automatisch per Lichtschranke. Gepflanzt wurden ringsum 250 Blumen und Kleingehölze. Große mit Holz beplankte Steinquader dienen als Sitzgelegenheit. Die Planerin erinnerte an die Probleme bei der Hangstabilisierung mit der Verfüllung eines Kellers. Sie bestätigte die gute Zusammenarbeit mit Kommune sowie Baufirma und das entgegengebrachte Verständnis der Anlieger. „Trefft Euch, plaudert, trinkt hier miteinander ein Feierabendbier, verbringt hier Zeit und zeigt dörfliches Miteinander in der Weinlaube“, so Nißlein. Block ergänzte, dass die Maßnahme mit 82.629 Euro durch den Freistaat und die EU über das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert wurde. Er beglückwünschte die Gemeinde und Bürger für den Mut das lange Planungs- und Förderprozedere auf sich genommen zu haben. Er forderte dazu auf die noch guten Fördermöglichkeiten über das ALE und EU-Programme zu nutzen. Porsch fügte an, dass der Bau der Zufahrt zum Wander- und Ausflugsziel Tauritzmühle mit Bau einer Brücke als nächstes Förderprojekt ansteht.
Der Geistliche nahm die Segnung des neuen Dorfplatzes vor. Anschließend trafen sich die Teilnehmer zu Gesprächen bei Kaffee/Kuchen und Getränken. Der Obst- und Gartenbauverein hatte die Verpflegung der Gäste übernommen.
Text und Bilder: Arnold Koch





