Gebraut in Speichersdorf

Gebraut in Speichersdorf
Hobbybrauer Steffen Waris (links) übergibt die erste Falsche seines “Urwis Hell” an Bürgermeister Christian Porsch.

Mit dem Start der Biergarten-Saison konnte Bürgermeister Christian Porsch (rechts im Bild) die erste Flasche von Hobbybrauer Steffen Waris in Empfang nehmen. Die Idee dazu entstand während der Corona-Zeit und mit dem Umzug der Familie von München zurück nach Speichersdorf. „Wir sind seit Juli vergangenen Jahres bewusst nach Speichersdorf gezogen, damit unser Sohn die Nähe der Großeltern hat und wir zurück zu den Wurzeln meiner Frau kommen“, berichtet der Hobbybrauer. Daher verlief die Eingewöhnungsphase problemlos und die Familie fühlt sich rundum wohl. „Das haben wir in erster Linie der gesamten Familie aber tatsächlich auch den Menschen in unserer Nachbarschaft zu verdanken. Wir sind hier sehr herzlich aufgenommen worden! Gerade in diesen schwierigen Zeiten will man dann auch etwas zurückgeben und die Biertradition in Speichersdorf ist ja bislang recht überschaubar“, sagt Steffen Waris mit einem Augenzwinkern.

Damit das nicht so bleiben muss, ist der Hobbybrauer nämlich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. „Es ist zwar recht spannend, in der eigenen Küche zu experimentieren, aber auf Dauer keine Lösung.“ Dabei spielt Speichersdorf nach wie vor eine wichtige Rolle, „schließlich ist das der Untertitel der Sorte Urwis Hell.“ Dabei stammt der Begriff „Urwis“ aus dem polnischen und bedeutet frei übersetzt etwa Lausbub. Eine Kombination aus der Herkunft der Schwiegereltern (Oberschlesien) und durchaus eine der Charaktereigenschaften des jungen Sprösslings (Fabian, 2 Jahre) der Familie Waris. Da der Kleine aber als Brauhelfer noch nicht in Frage kommt, hatte der Hobbybrauer Unterstützung aus der eigenen Familie. „Ja, alleine brauen ist nicht nur langweilig. Es werden bereits beim Einmaischen mehr als zwei Hände benötigt. Daher hat der Mann meiner Schwägerin ohne zu zögern für den Brautag im März zugesagt. Ich hoffe natürlich, er bleibt mit am Ball. Es soll ja nicht die letzte Flasche Speichersdorfer Biers gewesen sein.“

Bürgermeister Christian Porsch freute sich sichtlich über die gelungene Überraschung. Eine eigene Biersorte habe Speichersdorf noch gefehlt. Das Beispiel zeige, wie schnell man in Speichersdorf heimisch werden kann und welche Möglichkeiten unsere Region bietet. „Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Menschen in unsere Gemeinde zurückkehren und sich bei uns engagieren. Wir arbeiten jeden Tag daran, unsere Gemeinde weiter voranzubringen, die notwendige Infrastruktur zu bieten und Wohnraum zu schaffen“, versprach Porsch im Gespräch mit Patrizia und Steffen Waris. Zudem dankte er für die Ehre, die Flasche Nummer 1 des neuen Speichersdorfer Bieres in Empfang nehmen zu dürfen und staunte über die professionelle Aufmachung des Gerstensaftes. Wer die Familie Waris bei der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit unterstützen kann, meldet sich einfach per E-Mail an steffen.waris@gmx.de. Im Wesentlichen ist ein Raum mit Zu-/Abwasser, Strom und einem Fenster ausreichend.

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