Große Unterstützung im Jubiläumsjahr

Die Wirbenzer Firma Günthner Haustechnik feierte am letzten Juniwochenende in gebührenden Rahmen mit einem Betriebsfest in der Wirbenzer Kulturscheune ihr 20-jähriges Firmenjubiläum. Nicht nur aus diesem Anlass, sondern auch aufgrund der Notwendigkeit einer Ersthelfereinrichtung für plötzliche Notfallsituationen unterstützte das Unternehmen für Heizung-Lüftung-Sanitär den Vorstoß der Feuerwehr Speichersdorf. Das Unternehmerehepaar Andrea und Jürgen Günthner spendete deshalb 4.000 Euro für die Ersteinrichtung des First Responder und übergab den symbolischen Spendenscheck an Initiator und aktiven Feuerwehrmann Patrick Pfau. „Unsere Spende ist für künftige schnelle Hilfe gut angelegt“, erklärte die Familie Günthner.

Die Freiwillige Feuerwehr Speichersdorf hatte für die neue Einrichtung die Initiative ergriffen. Als „First Responder“ (Helfer vor Ort) bezeichnet man speziell ausgebildete ehrenamtlich tätige Feuerwehrkräfte, die bei medizinischen Notfällen parallel zum regulären Rettungsdienst alarmiert werden. Sie überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes, um die Überlebenschancen bei kritischen Zuständen, wie Herz-Kreislauf-Stillstand, deutlich zu erhöhen. Nachdem die Entfernungen per Luftlinie nach Bayreuth 18, Kemnath 8, Fichtelberg 15 und Neusorg 16 Kilometer betragen, können zeitkritische Notfälle von schneller Erstversorgung profitieren. Das von der Ortswehr getragene ehrenamtliche und durch Spenden getragene System wird durch die Gemeinde und den Feuerwehrverein samt Aktiven unterstützt und in die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach eingebunden. Die rein ehrenamtlich Tätigen werden sich vielfach aus medizinischen Fachangestellten mit Mindestqualifikation Sanitätshelfer rekrutieren. Als Anfangskapital für Fahrzeug, Funkausstattung, medizinische und persönliche Ausrüstung werden bei Kfz-Kauf rund 40.000 Euro benötigt, die durch Spenden aufgebracht werden sollen. Auch ein günstigeres Kfz-Leasing wird in Betracht gezogen. Die geschätzten jährlichen Unkosten betragen rund 4.500 Euro. Für die Qualifikation als Sanitätshelfer sind 500 Euro pro Ehrenamtlichen zu rechnen. Bisher sagten bereits 15 Ehrenamtliche ihre Mitarbeit zur schnellen Hilfe bei Notfällen hauptsächlich in der Gemeinde zu. Der Gemeinderat hat dem Konzept und der Einrichtung eines „First Responder“ bereits zugestimmt und der Spendenaufruf der Feuerwehr ist bereits angelaufen.

Bürgermeister Christian Porsch zollte der Firma Günthner Respekt und Dank für die großzügige Spende. „Der First Responder ist eine schnelle Hilfe im Notfall, der jeden in Speichersdorf und Umgebung treffen kann. Die Gemeinde unterstützt diese neue Einrichtung, die zur Ersteinrichtung und auch weiterhin auf Spenden angewiesen ist“, so Porsch.