Vorreiter bei regenerativer Energieerzeugung

Die Gemeinde Speichersdorf nimmt zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern eine Vorreiterrolle in Sachen Nutzung von regenerativen Energien ein. Bereits Ende der 1990er Jahre entstanden zwei Windkraftanlagen in der Nähe des Ortsteiles Wirbenz. Im Jahr 2007 der Ortsteil Guttenthau zum ersten Bioenergiedorf Oberfrankens. Heute nutzt ein Großteil der Speichersdorfer Bevölkerung regenerative Energien zur Erzeugung von Heizwärme oder Strom.

Wichtig ist der Gemeinde dabei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aus dem Gemeindegebiet. Die Bürgerenergiegesellschaft INKAS+SOLAR GmbH & Co KG hat mit Bürgerkapital bereits mehrere PV-Freiflächenanlagen realisiert. Aber auch die Gemeinde selbst realisiert mit ihrer 100prozentigen Tochter, der Bioenergie Speichersdorf GmbH & Co KG, Projekte aus dem Erneuerbaren-Energien-Sektor.

Erneuerbare Energien Speichersdorf

Klimaschutzmanagement des Landkreises Bayreuth

Die Gemeinde Speichersdorf ist Bestandteil des Klimaschutzmanagements des Landkreises Bayreuth. Das Klimaschutzmanagement entstand nach einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus der Bioenergieregion. Seit 2009 wird die Region Bayreuth mit Bundesmitteln als eine von 25 Bioenergie-Modellregionen gefördert.

Photovoltaik, Biogas und Nahwärme

In der Gemeinde Speichersdorf sind im Laufe der vergangenen Jahre nicht nur zahlreiche PV-Dachanlagen enstanden. Vielmehr zeigte sich der Gemeinderat offen für PV-Freiflächenanlagen entlang der Bahnlinie Kirchenlaibach-Weiden oder auf vorbelasteten Flächen. Daneben investierten eine Reihe von Landwirten in eigene Biogasanlagen, die größtenteils ihre Abwärme durch Nahwärmenetze an benachbarte Gebäude abgeben. Auch die Kommune investierte in ein Nahwärmenetz, als Energieträger fungieren Hackschnitzel. Die kommunale Bioenergie Speichersdorf betreibt das Netz, das neben der Werner-Porsch-Schule auch das Rathaus und die Sportarena mit Heizenergie versorgt.

PV Freiflächenanlage Haidenaab

Bioenergiedorf Guttenthau

Zwei Landwirte aus Guttenthau bestritten im Jahr 2006 neue Wege. Damals gingen ihre beiden Biogasanlagen in Betrieb. Zeitgleich diskutierten sie zusammen mit der Dorfgemeinschaft, inwieweit die Abwärme ihrer Anlage sinnvoll genutzt werden könnte. Nach einigen Sitzungen war man sich einig, dass man versuchen wolle, die Abwärme der Anlagen mittels eines Nahwärmenetzes zum Heizen der 32 Haushalte im Ort zu verwenden. Nach einiger Planungszeit, vielen Gesprächen und den einzelnen Vetragsabschlüssen, konnte das Netz im Jahre 2007 in Betrieb gehen.

Seither nutzen die Bürgerinnen und Bürger von Guttenthau nahezu ausschließlich regenerative Energien zum Aufheizen ihrer Gebäude. Die Anlage liefert seitdem störungsfrei rund um die Uhr Wärme. Die Anschlusskosten und der Bau des Leitungsnetzes wurden von den Anschlussnehmern bezahlt, die dafür zehn Jahre lang kostenlos Heizenergie bezogen.

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